Herzlich Willkommen in Nesselried!

Liebe Gäste,

unser Dorf feiert 2020 sein 900jähriges Jubiläum. Wir haben uns seit drei Jahren auf dieses Ereignis vorbereitet und freuen uns nun darauf, dass unser Jubiläumsjahr starten kann. Mit über 20 Veranstaltungen haben wir uns ein großes Jubiläumsprogramm zusammengestellt. Hierzu lade ich alle Gäste und natürlich alle Nesselrieder als Geburtstagskinder herzlich ein. Ich freue mich auf ein schönes und abwechslungsreiches Jubiläumsjahr und auf viele nette Momente.

Mit freundlichen Grüssen

Klaus Sauer
-Ortsvorsteher-

Events

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Historie

1120

Adelbertus miles der Nescilrit

Die erste urkundliche Erwähnung von Nesselried resultiert aus einer Schenkungsurkunde, die im Reichenbacher Schenkungsbuch verzeichnet ist. Adelbertus miles de Nescilrit hatte für das Kloster Reichenbach zwischen Appenweier und Urloffen einen Acker gekauft. Wer war dieser „Adelbert, Ritter aus Nesselried“? Ein Rittergeschlecht derer „von Nesselried“ ist nicht bekannt. Wo ist dieser Adelbertus nun aber zu suchen? Mit einiger Wahrscheinlich handelte es sich um Adelbert von Staufenberg, der als Mitglied einer der sieben Burgmannenfamilien des örtlichen Adels, die sich Schloss Staufenberg und die umliegende Herrschaft teilten, im Weiherhaus in Wiedergrün lebte. Von dort aus verwalteten die Staufenberger und Wiedergrüner die Gutshöfe im Bereich von Wiedergrün und Nesselried. Neben den Burgmannenfamilien auf Schloss Staufenberg verwalteten auch noch die Schauenburger und Neuenburger Lehen auf unserer heutigen Gemarkung, wobei sich der regionale Adel immer wieder in die Haare kam.


1560

Die erste Dorfordnung

Mitte des 16. Jahrhunderts kam zu der herrschaftlichen Trennung, die unser Dorf in Ober- und Unternesselried teilte, auch noch eine konfessionelle Trennung hinzu. Die Obernesselrieder waren mit ihrem Landesherrn (Baden) protestantisch geworden und die Unternesselrieder als Teil der Landvogtei Ortenau waren katholisch (vorderösterreichisch). Dennoch nutzten die Ober- und Unternesselrieder die vorhandenen Weideflächen (Allmende) gemeinsam und fühlten sich zusammengehörig. Deshalb vereinbarte man um das Jahr 1560 eine Dorfordnung, denn man verstand sich damals offensichtlich schon als eine kommunale Einheit. Nach dem 30jährigen Krieg wurde die Dorfordnung 1668 erneuert. Als 1701 das Haus Baden die Landvogtei Ortenau als Lehen erhielt, dienten die Ober- und Unternesselrieder dem selben Herrn. Dies endete jedoch 1771, als die Baden-Badener Linie ohne männlichen Erbfolger blieb und sich die Habsburger die Landvogtei zurückholten. 1787 führte die erneute Trennung und ein Streit über die Nutzung der Allmende auch zur Teilung der über Jahrhunderte gemeinsam genutzten Weideflächen.


1871

Zusammenschluss von Ober- und Unternesselried

Nachdem ab 1803 beide Teile Nesselrieds wieder Badisch waren, blieb die alte kommunale Aufteilung dennoch weiter bestehen. Obernesselried und Illental blieben als Stäbe Ortsteile von Durbach und Unternesselried war eine eigenständige Gemeinde. Über die folgenden Jahrzehnte hinweg gab es immer wieder Zwistigkeiten mit den Gemeindeoberen im Durbacher Tal und es festigte sich immer mehr und mehr der Wunsch nach einer gemeinsamen Gemeinde. Dies führte 1854 zunächst zum Zusammenschluss der Stäbe Obernesselried und Illental zu einem Ortsteil. Das große Ziel war aber klar: Die Loslösung von Durbach und der Zusammenschluss mit Unternesselried zu einer Gemeinde. Ein erster Versuch 1855 scheiterte am Veto des Badischen Innenministeriums in Karlsruhe. 1870 startete man den zweiten Versuch, der schließlich am 1.8.1871 zur Gründung der neuen Gemeinde Nesselried führte.


1971

Eingemeindung nach Appenweier

Genau 100 Jahre und vier Monate war Nesselried eine eigenständige Gemeinde. Die Kommunalreform des Landes Baden-Württemberg sorgte Anfang der 1970er Jahre dafür, dass sich die politisch Verantwortlichen in Nesselried nach einem größeren Partner umschauen mussten. Da man in den vorherigen Jahrzehnten bereits bei der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung gemeinsame Wege mit Appenweier beschritten hatte, fiel die Entscheidung im Gemeinderat und in der Bevölkerung eindeutig aus, sich nach Appenweier eingemeinden zu lassen. Die Eingemeindung wurde schließlich am 1.12.1971 noch vor der eigentlichen Kommunalreform vollzogen und das Eheversprechen der Appenweierer 1989 mit dem Bau der Rebstockhalle eingelöst. Die Wahl des Bräutigams (Appenweier) hat die Braut (Nesselried) bis heute nicht bereut.

Kontakt


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Ortsverwaltung Nesselried
Dorfstrasse 46
77767 Appenweier OT Nesselried
Telefon 07805-9108-85
info@nesselried900.de

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